Im Jahr 2004 hat die THEATERBRIGADE ihre Arbeit in Dresden aufgenommen. Seitdem sind viele Projekte gediehen. Hier ein Blick auf einige der "Baustellen" der THEATERBRIGADE:
21. Mai 2011 "Freistunde" Jugendtheatergruppe "Smile if you like". Eine Theatergruppe der Theatermacher. Theaterpädagogisches Zentrum Pirna.

10. Juli 2010 "Zwischen Innen und Außen. Ein Bildertheater." Theatergruppe des Stadtteilhauses Dresden-Neustadt, Uraufführung im Theaterhaus Rudi


"Bei dem Versuch die Realität abzubilden beschäftigt sich der realistische Künstler zuerst mit deren allgemeinen Merkmalen, dadurch wird er zu einem Fotografen der Realität. Seine Wahrnehmung entwickelt sich. Er gibt sich nicht länger mit einer bloß oberflächlichen Darstellung einer Erscheinung zufrieden. Nachdem er seine Aufmerksamkeit dem Eindeutigen und Beständigem gewidmet hat, wendet er sich den [...] vergänglichen Elementen zu [...]. Danach webt er den Stoff aus Augenblicken. Der einzeln betrachtete Moment wird zum Ziel des Abbildungsprozesses. [...] Wenn man sich hinein versenkt, beherbergt jeder gegebene Moment des Lebens in sich selbst eine Tür zur Ewigkeit. Eine Masche im Spitzengewebe des Lebens genügt sich nicht selbst: sie bildet einen Durchgang zu dem, was dahinter liegt. [...] Das Spitzengewebe des Lebens, das aus einzelnen Maschen besteht, wird zu einer Reihe von Türen zu parallelen Korridoren, die in eine andere Welt führen. Der realistische Künstler, auch wenn er er selbst bleibt, kann nicht bloß die Oberfläche des Lebens darstellen, sondern auch was sich in den Tiefen der parallel verlaufenden Labyrinthe der Momente auftut. [...] Kleine Dinge werden mehr und mehr zum Überträger der Ewigkeit. So wird der Realismus unbemerkt in Symbolismus verwandelt." (Andrei Bely: The Cherry Orchard. In: Michael Green [Hg.]: The Russian Symbolist Theatre. Übersetzung aus dem Englischen von Jenny Seibicke)
Unser Stück war ein Experiment, ausgehend vom symbolistischen Theater eigene Bilder zu schaffen.
9. Mai 2010 "Ein Sommernachtstraum"
Theatergruppe "Smile if you like" im Hanno/ Pirna
Bühne/ Kostüme: Jenny Barthold
Maske: Andrea Moliere
(Bild wie Max bei der Puppe an die Nase stupst)
21. November 2008 "Upgrade your Ego." Ein Theaterstück über den Kapitalismus. Uraufführung an der bühne - dem Theater der TU Dresden
(Bild mit allen vier Darstellern)
Die Bühne der TU fragt sich: Wozu das alles?
"Upgrade your Ego" entstand aus den Diskussionen eines Internetforums über Freud und Leid des Kapitalismus
Von Ines Igney
Sie sind nur zu viert auf der Bühne. Sie schweigen, schreien oder lachen miteinander - oft auch übereinander. Sind mal ein Kind, dem's nach Gefahren lüstet, dann Börsenmakler, der die Welt beherrscht, Familienvater, der nicht mehr weiß, wie die Seinen ernähren oder Krebskranker, der alles verlor. Im wenige-Sekunden-Takt wechseln die vier Darsteller von "Upgrade your Ego", das am Freitag an der Bühne der TU Premiere hatte, die , Rollen im Kapitalismus. Sie fragen sich ausnahmslos: Wozu das alles? Die Vier - es spielen engagiert Klaus Bach, Michael Köckeritz, Antje Sablotny und Armin Troy - sind tapfer auf der Suche nach dem richtigen Weg. Oder doch wenigstens dem Richtigen am falschen Weg. Das "Open-Source-Theater-Projekt" unter der Regie Christian Schmidts entstand aus den Gedanken all derer, die über Wochen auf der Website www.opensource.die-buehne.net die Welt im Allgemeinen und ihre ganz eigene persönliche Welt im Kapitalismus diskutierten. "Upgrade your Ego" fragte nicht nur im Internet, sondern nun auch von der Bühne herunter: "Was machen Sie? Und - wie machen Sie's?" Der Zuschauer staunt über die Vielfalt der Antworten, lacht über die Irrwege der Menschen und hält zweifelnd den Atem an: Er ist selbst Opfer oder Täter oder beides.
Sächsische Zeitung 2008/ 23
November 2006 bis April 2007
"Krass ohne Boden. Eine Soaperette." Eine musikalische Commedia all'improwiso mit dem Jugendclub der Staatsoperette Dresden.
In Zusammenarbeit mit Antje Grüner.
Hier eine Pressestimme:
Soap oder Operette?
Giftiges Stück "Krass ohne Boden" im projekttheater
Nur allzu oft kann man die Beobachtung machen, dass Amateurtheater dann und (fast) nur dann dem Publikum Spaß macht, wenn das Stück nicht gänzlich in den Hände von Laien liegt, sondern wenn es unter professioneller Anleitung entwickelt, eingeübt und geprobt wurde. Die Theaterpädagogen Antje Grüner und Christian Schmidt erarbeiteten zusammen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Theaterjugendclubs der Staatsoperette Dresden die Soaperette ,sKrass ohne Boden". Diese "Mischung aus Soap, Opera und Operette ist ein Leckerbissen auch und gerade für den intellektuellen "Operettenmuffel". Sie hat nämlich mit einer Operette eher wenig am Hut, vielmehr atmet das
kleine, böse Machwerk die Luft von Improvisationstheater und Comedia dell'arte. Die Schauspieler tragen Masken, die drei Viertel des Gesichtes bedecken und den jeweiligen Darsteller auf eine Rolle und einen Charakter hin festlegen. So trägt der gemeine, rachsüchtige Casimo eine giftgrüne Maske, und die exaltierte Nachhilfelehrerin Madroschka (Mirjam Kappler) ist gar in einen Vogel verwandelt worden. Die Handlung ist chaotisch genug, um an Improvisationstheater zu erinnern: Der böse Unternehmer Don Tortilla (Michael Köckeritz) überredet seinen Sohn Helfried, sein Cafe anzuzünden, damit er die Versicherungssumme kassiert. Dann entführt er den Riecher
(Sandra Schreiber), der sogar winzige Ketchup-Flecken auf dem Hemd olfak-torisch wahrnehmen kann, um gemeinsam mit der schonen Antoanett eine Parfümfabrik aufzumachen. Doch der kleine Helfried, der für jeden Schabernack zu haben ist, verrät seinen Vater, und alle befreien gemeinsam den bedauernswerten "Riechi". Das ganze Stück lebt von der Skurrilität der Masken, von Wortwitz und Situationskomik. Man baut Klischees auf, provoziert Erwartungen beim Publikum im projekttheater, doch die Klischees werden bald schon gebrochen, und nie erfüllt sich eine Erwartung Vollständig. Man singt kleine Couplets, doch der Gesang hat nur eine Nebenrolle, auch was die Zeit betrifft, die so
ein "Stanzerl" im Gefüge der Soap-opera einnimmt. Der Antoanett (Katerina Herlova) fehlt ein wenig die nötige Stimme, Hansnah (Auguste Sandner) singt zum Steinerweichen, nämlich gesanglich eher wenig geschult, aber schauspielerisch überzeugend traurig, der Moderator der "Reality Soap" (Sebastian Opitz) begleitet das skurrile Treiben sehr pointiert auf dem Keyboard. Schauspielerisch am besten sind Casimo (Annemarie Kadner), Helfried (Lisa Schirmer) und eben Hansnah. Maja Förster als Marie-Sophie hat eine Nebenrolle, die ihr leider nicht zu brillieren gestattet. Ein'kleines, giftiges Stück, das, so viele Wurzeln es auch hat, sich jeder Konvention entzieht. Weiter so!
Thomas Fekl
Sonnabend / Sonntag, 16./17. Juni 2007 DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
... seit April 2006 leiten wir das Seminar "Einführung in theaterpädagogisches Arbeiten" an der TU Dresden
... vom 14. bis 18. März 2006 gab es in Bischofswerda eine Literatur-Theater-Werkstatt. (Organisatoren: Jugendinitiative Bischofswerda und die LKJ Sachsen) Die jungen Literaten wurden von Undine Materni und die jungen Theatermacher von Christian Schmidt angeleitet. Die Aufführung der Projektergebnisse fand am 18. Februar im Goethe-Gymnasium Bischofswerda statt.
... seit November 2005 arbeiten wir an der Staatsoperette Dresden mit jungen Musikern an der Eigenproduktion "Jesus on Tour", die am 7. April ihe Voraufführung in Schmiedeberg und am 26. April ihre Uraufführung an der 56. Mittelschule in Dresden-Trachau hatte.
(Bild mit Sabine und Sebastian)
... im Oktober 2005 waren wir zum vierten Mal Gastdozenten an der Fachhochschule Stralsund um ein Seminar zu Persönlichkeit und Kreativität zu leiten
... BÜHNENSTICH, eine Theatergruppe, die wir in der Blauen Fabrik von September 2004 bis Juni 2005 geleitet haben, hat sich mit dem Thema "Wir leben ja automatisch für andere" auseinandergesetzt.
... im April und Mai 2005 waren wir zweimal an der Ostsee und haben mit FSJ-lern ihre Arbeit in Sozialen Einrichtungen in Märchenwelten oder griechische Mythologien übersetzt. Da gabs zum Beispiel Kardinäle, die den alternden Papst sehr respektlos behandelt haben. Der junge Mann, der diese Szene entwickelt hat, arbeitet im Altenheim ...
(Bild mit Schiffsbesatzung und wegweisendem)
... seit Januar 2005 betreuen wir die jüngeren Gäste der Staatsoperette Dresden theaterpädagogisch
... im Wintersemester 2004/ 05 haben wir die "Neuen" des Studententheaters der TU für "die bühne" fit gemacht. Als Präsentation gabs eine Serie von Dialogen aus allen Erdteilen der Theaterliteratur - von Willi Shakespeare bis Dario Fo.
... "Dresden grüßt seine Gäste" hieß das Theaterstück, das wir mit Jugendlichen am Staatsschauspiel Dresden zum Thema Asyl entwickelt haben.
in Zusammenarbeit mit Antje Grüner
(Postkarte)
(Zeitungsartikel DNN 4. April 2005)
... Vom 31.10. bis 5.11.2004 waren wir in Lubmin und haben mit Schülern des Gymnasiums Wolgast und des Lyzeums Goleniów (Polen) ein Theaterstück entwickelt. Es ging um deutsch-polnische Vorurteile: Wir inszenierten eine Hochzeit und so trafen, alle freundlich, eine deutsche und, die Mütter beäugen sich, eine polnische Familie aufeinander ...
(Zeitungsartikel: Premiere für Deutsch-Polnisches Stück)